img { vertical-align:left !important; }
Drucken

Porträt des Künstlers Armin Schanz

Porträt des Künstlers Armin Schanz

 

 

Armin Schanz

 

Armin_Schanz_Kunstverein_2019__01

 

 

 

Vita

 
1960 in Mannheim geboren, freischaffender Künstler
 
Ateliers in Eisenberg (Pfalz) und in Heddesheim (Baden)
 
 
1974 Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit der Malerei
1981 erste Einzelausstellungen in Mannheim und Heidelberg
1982-1988 Studium Kunst, Europäische und Ostasiatische Kunstgeschichte in Heidelberg 
 Studiumabschluss: MA phil. Kunsthistoriker
1982-1983 Werkprägender Aufenthalt in Amsterdam
1983 erste multimediale Arbeit (Film: “Les Sentiments Secret”, Uraufführung Kleinkunstbühne "Klapsmühl’ am Rathaus" Mannheim)
1986-87 Stipendium der Kunstakademie in Amsterdam . Pakhuis de Schottenburch bei Prof. Wim Vonk 
1989 Gründung einer eigenen Firma für Mediengestaltung und Videoproduktion, Freier Fotograf
2004 Meisterzertifikat Mediengestalter Bild und Ton
2006 Freischaffender Künstler, Fotograf, Kunsthistoriker und Autor
 
 

Ausstellungen

 
Nationale und internationale Einzelausstellungen und Austellungsbeteiligungen 
Auszüge:
1981 DAI Deutsch-Amerikanisches Institut (Amerika Haus), Heidelberg
1983 Galerie Ohrnberger, Wiesloch
1984 Galerie in der Klappsmühl´am Rathaus, Mannheim
1987 Galerie in Helmut Lindes Künstlerkeller "Treffpunk Gutenberg", Mannheim
1988 Kunstverein Mannheim (Bilder u. multimediale Installation)
1988 Pakhuis de Schottenburch (Künstlerinitiative Wim Vonk), Amsterdam 
2007 Verlag Waldkirch - Buch und Kunst Helmut Linde, Mannheim
2010 und 2013 Galerie Kunsthaus Oggersheim
2014 Kunstverein Donnersberg "Kunst im Rathaus"
2016 Grünstadt " Art "
2017 " 1. Löhr Center Art"  in Koblenz
2018 Kunstverein Göllheim 
2019 Kunstverein Großkarlbach
 
Künstlerischer Schwerpunkt:
Affektuose Malerei, Skulptur, Performance- und Medienkunst, Foto Art
 
Meine künstlerische Intension ist die affektuose Malerei 
 
diese beruht auf interaktiven Empfindungen
 
-  Empfindungen des Künstlers in der Inspiration und Ausführung
 
- die Empfindungen der Dargstellten
 
- die Empfindungen der Betrachter
 
(Motto: psychische Ästetik affektuos in die Höhe treiben)
 
Meine Inspirationen finde ich in aktuellen politischen Ereignissen und Stimmungen, ich greife reale Alltagszenen auf, ja man kann sagen, ich gehe geradewegs auf die Straße und fühle den Puls der Zeit. Diese Eindrücke ergeben nach einer kritischen Hinterfragung ein sensitives Moment, welches sich in einer affektuosen Darstellung materialisiert. Meine Bilder sind Momentaufnahmen verschiedener Empfindungen, eingefroren und festgehalten um sich dennoch in der Fantasie des Betrachteres weiterzuentwickeln. 
 
Ich experimentiere hierbei nicht nur mit der Darstellungsweise sondern auch mit den Techniken. Durch die Kombination der verschiedensten Techniken und künstlerischen Ausdrucksformen  entstehen neue Formen und Strukturen, die Interaktionen mit dem Betrachter generieren. Der Betrachter wird selbst aktiv, z.B. versucht er Strukturen, Erhebungen zu berühren und zu ertasten.
 
Besonders deutlich wird dies bei meinen eGouachen auf Leinwand, wo Erhebungen erscheinen, aber nicht tastbar sind. Es entstehen enorme Tiefenwirkungen, in der der Betrachter einzutauchen versucht aber verblüfft feststellt, eine völlige glatte Fläche vor sich zu haben.
 
Eine von mir neu entwickelte Technik des "Combine Painting" ist die Kombination von Graffiti mit dem klassischen Holzschnitt auf Leinwand. Hierbei entstehen unerwartete Reaktionen in der Farbe, was zu neuen Farbreflektionen führt. Ich habe hier teilweise eine automatistische Malerei, wie sie vergleichbar bei Max Ernst in seinen Öl-Frottagen vorkommt.
 
 
 
 

Zitate

 
"Bilder, die unter die Haut gehen. Ein Robert Longo aus Mannheim ?!!"
Dr. Kurt Unold, Die Rheinpfalz
 
"Bilder von hoher Intensität und Sensibilität sind das Ergebnis einer solcher Methode."
 Dr. H. Borgmann, Kunsthistoriker
 
"Als wolle er den Beweggrund, die Vorgeschichte einer Szene verwischen und nur den Augenblick, die Jetzt Situation darstellen, den Moment. Nicht das davor, nicht das danach ... Der blitzschnelle Eindruck, den er wie fotografisch wiedergibt, offenbart nicht die Empfindungswelt der Dargestellten. Schanz zwingt die Betrachter seiner Bilder die eigene Emotionalität in seine Bilderwelt zu implantieren." 
Helen Heberer, MdL, kulturpolitische Sprecherin im Landtag Baden-Württemberg
 
Alle Werke von Schanz resultieren aus Empfindungen – eigenen und denen
des Betrachters –, aus Wissen und technischer Vielfalt. Ich habe bisher keinen vielseitigeren Künstler gesehen."
Jörg Schifferstein, Die Rheinpfalz
 
"Irritierend an  den neuen (wie  an den älteren)  Arbeiten des Erotomanen Schanz ist vielmehr,  daß sich Sexualität als  schöpferische Phantasie in einem eigenartigen, diffusen  Grenzland abspielt,  in dem es keine festen Rollenzuweisungen gibt.  Androgyne Erfahrungen von Zärtlichkeit,  spielerisches Austauschen von Requisiten und Körperfunktionen innerhalb einer Paarbindung, das alles gibt den Arbeiten des Mannheimer Künstlers eine besondere Sanftheit,  ein kindhaftes Schweifen, hier ist der Mann? Wer ist die Frau? Welches Gesicht verbirgt  sich hinter der Maske,  welcher Körper im Spitzenteddy? Fragen und Möglichkeiten,  die bis zu mythischem Schrecken  vordringen  können, aber zu schwebender Unschuld zurückkehren." 
Dr. Christel Heybrock, Kunsthistorikerin, Feuilleton Mannheimer Morgen
 
 
Doris Bugiel, 1. Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins Göllheim über Armin Schanz, 2019
 
Armin Schanz ist ein Künstler, der uns Betrachter in Verwandlungsvorgänge hineinzieht, uns Empfindungen entlockt, die einerseits befreiend, andererseits auch verstörend wirken können. Schanz sucht den Weg in andere Realitäten, die keine Grenzen enthalten und andere Welten erschließen.
 
Armin Schanz studierte Kunst in Heidelberg und Amsterdam. Später gründete er eine Firma für Mediengestaltung und Videoproduktion. Dass er den Weg zur Performance fand, ist daher nur schlüssig. Kunst wird zum Prozess des Schaffens, der Künstler lässt sich ein auf neue Dimensionen, Unbekanntes, ja vielleicht bis dahin Ungedachtes.
 
Er nennt  seine Kunst auch "Movopainture", nichts bleibt stehen, alles ist im Fluss. Seine Bilder werden zu  "Paintographien", sie scheinen die Wirklichkeit abzubilden, die flüchtig ist, Momente, Bild gewordene Träume und Phantasien. Als natürliche Konsequenz erscheint es, dass er sich der Graffiti-Kunst zuwendet. Holzschnitte mit Graffito, der Künstler nennt sie Combine-Paintings.
 
Er bezeichnet seine Kunst als Sensitivismus oder affektuose Malerei.  
 
Aquarelle führen uns Betrachter in Momente verschiedener Empfindungen, Augenblicke des Entrückseins von der Welt. Armin Schanz sagt dazu: "eine Inspiration finde ich in aktuellen Ereignissen und Stimmungen, ich greife reale Alltagsszenen auf, ja man kann sagen, ich gehe geradewegs auf die Straße und fühle den Puls der Zeit. Diese Eindrücke, eine sensitives Moment, welches sich in einer affektuosen Darstellung materialisiert."
 
Schanz verwendet vielfältige Techniken. Zum Beispiel eGouachen. Der Betrachter scheint Erhebungen, Oberflächenstrukturen zu erkennen, die jedoch nicht ertastet werden können. Schanz selbst, als Ausnahmekünstler, sieht Dimensionen, die nicht real vorhanden sind.
 
 
 
Zurück zur Galerie